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Volksmusikpflege 3.0 - Alter Trott - Neue Wege?

Prof. Dr. Norbert Klassen stellt die Evaluation des Münchner Kathreintanzes vor (Foto: Beate Bentele).
Prof. Dr. Norbert Klassen stellt die Evaluation des Münchner Kathreintanzes vor (Foto: Beate Bentele).

[16|04|2019]

Zu diesem Thema fand vom 12. bis 14. April 2019 zum 25. Mal die Seminarreihe „Volksmusikforschung und -pflege in Bayern“ diesmal in Freyung statt.

Im Jubiläumsjahr wurde dazu die Volksmusikpflege in ihrer Tradition und mit ihren aktuellen Angeboten kritisch beleuchtet: Welche Angebote haben sich bewährt? Welche Angebote sind zeitgemäß? Welche müssen verändert werden, um zukunftsfähig attraktiv zu bleiben?

 

Im Rahmen der wissenschaftlichen Vorträge stellte dabei Prof. Dr. Norbert Klassen die Evaluation des Münchner Kathreintanzes im Detail vor. Der Münchner Kathreintanz mit vorbereitenden Tanzkursen ist nach dem Kocherlball am Chinesischen Turm die bekannteste Volkstanzveranstaltung im Großraum München.

 

Das Kulturreferat der Landeshauptstadt München verfolgt bei den Angeboten für die Volkskulturarbeit eine Erlebnisorientierung und will vor allem mit einem niederschwelligen Angebot auch neue Zielgruppen erreichen. Um genauere Erkenntnisse zu den Besuchern zu erhalten, wurde daher in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Tourismus der Hochschule München eine Studie konzipiert, um dies systematisch zu untersuchen.

 

Es zeigte sich, dass das Konzept des Kulturreferats, vorbereitende Tanzkurse und einen Kathreintanz zu veranstalten, die unterschiedlichen Zielgruppen sehr erfolgreich erreicht. Und natürlich sind die Themen Brauchtum, Musik und Tanz auch in der touristischen Positionierung von besonderer Bedeutung in Bayern.

 

In der abendlichen Podiumsdiskussion diskutierten die Teilnehmer auch mit dem Bayerischen Staatsminister der Finanzen und für Heimat Albert Füracker, wohin die Reise in der Volksmusik gehen soll.