Bachelor-Studiengang Tourismus Management

Studienablauf nach Semestern

Eine zusammengefasste Übersicht über den Ablauf des Studiengangs und die einzelnen Module und Fächer finden Sie hier .


1. Semester


Herzlich Willkommen!


Im ersten Semester ist natürlich erst einmal alles neu für Sie. Das heißt – vielleicht auch nicht, denn viele unserer Erstsemester bringen schon einiges an kaufmännischen, sprachlichen oder anderen Vorkenntnissen mit. Hier kommt es darauf an, dass Sie sich gegenseitig unterstützen, Fragen stellen und Antworten geben. Vieles ist leichter, wenn Sie sich frühzeitig in kleinen Gruppen zusammenfinden.


Thematisch vermitteln wir Ihnen im ersten Semester Grundlagen in den vier Kernberei-chen Betriebswirtschaftslehre, Tourismuswirtschaft und Ökonomie, Interkulturelle Kompetenz und Methoden-Kompetenz.


Die Studierenden werden in die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, des zivilen Rechts und des Rechnungswesens eingeführt. Sie erhalten einen Überblick über die Tourismuswirtschaft und ausgewählte Managementtechniken und beschäftigen sich mit den grundlegenden Zusammenhängen der Tourismusökonomie und Volkswirtschaftslehre. Darüber hinaus wird Ihnen sprachliche, kulturelle und praktische Kompetenz in der zweiten Fremdsprache (Französisch, Spanisch, Chinesisch, etc. ) vermittelt. Im Bereich der Methoden erwerben sie Grundkenntnisse im mathematisch-analytisches Arbeiten.


2. Semester


Im zweiten Semester erlangen Sie in der Säule Betriebswirtschaft grundlegendes Wissen in den Bereichen Marketing und Organisation. Zudem werden die Kompetenzen in Wirtschaftsprivatrecht und betriebswirtschaftlichem Rechnungswesen vertieft.


In den touristischen Lehrveranstaltungen liegt der Fokus im zweiten Semester auf den Quellmärkten – den Regionen aus denen die Reisenden und Gäste kommen. Folglich lernen Sie hier die Geschäftsmodelle und zentralen Prozesse von typischen Quellmarkt-Unternehmen wie Reisevertriebe und Reiseveranstalter.


Die Studierenden erlangen zudem fundiertes Grundwissen in der Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt auf IT-Anwendungen in der Tourismus-Branche.


Die Kompetenz in der zweiten Fremdsprache wird im zweiten Semester ausgeweitet. Außerdem lernen die Studierenden, Grundlagen der empirischen Wirtschafts- und Sozialforschung und der Statistik anzuwenden.


3. Semester


Keine Angst vor Zahlen: Auf dem Gebiet der Betriebswirtschaftslehre werden im dritten Semester die Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung, des Controlling und Steu-erwesens auf eingängliche Art und Weise gelehrt. Überdies erwerben Sie fundierte Kenntnisse im Personalmanagement und Marketing.


Im Bereich Tourismuswirtschaft wechselt hier die Perspektive auf die Zielgebiete, also die Regionen und Plätze der Welt, in die der Gast reist. Hier bekommen Sie einen breiten Überblick über das Destinationsmanagement aus der Sicht der Regionalentwicklung vermittelt. Sie erlangen zudem Basiskenntnisse des operativen und strategischen Hospi-tality Managements.


Nachdem Sie sich in den ersten beiden Semestern intensiv mit der zweiten Fremdsprache auseinandergesetzt haben, werden nun die Fertigkeiten in der englischsprachige Geschäftskommunikation – schriftlich und mündlich - weiter gestärkt. Gleichzeitig werden die fremdsprachlichen Kommunikationsfertigkeiten weiter gestärkt. Auf dem Gebiet der Methoden erwerben Sie Kenntnisse über grundlegende theoretische und praktische Zusammenhänge und Anwendungsgebiete des Projektmanagements und wenden diese an konkreten Kleinprojekten an.


4. Semester


Im Praxissemester haben Sie die Möglichkeit, die bis dahin erworbenen theoretischen Kenntnisse und Fähigkeiten in der Praxis anzuwenden und auszubauen.


Das Praktikum umfasst insgesamt einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens 18 Wochen und kann grundsätzlich im vierten oder fünften Studiensemester absolviert werden. Somit haben Sie die Möglichkeit, entweder ein „Sommerpraktikum“ oder ein „Winterpraktikum“ zu absolvieren.


Der praktische Teil des Praxissemesters wird eingerahmt durch zwei sogenannte praxisbegleitende Lehrveranstaltungen (PBLV), die jeweils eine Woche dauern und das Praktikum der Studierenden inhaltlich vor- und nachbereiten (Einführungs- und Abschlussblock). Erst nach Abschluss der beiden PBLV-Blöcke gilt das Praxissemester als erfolgreich abgeschlossen. Der Einführungsblock muss vor dem Praktikum absolviert werden, idealerweise im direkt vorhergehenden Semester. Der Abschlussblock wird nach dem Praktikum oder währenddessen absolviert.


5. Semester


Im Bereich der Betriebswirtschaftslehre verlagert sich durch das Modul „Integriertes Management“ die Perspektive hin zu den übergeordneten Aspekten des Wirtschaftens in Unternehmen: Unternehmensführung und Organisationsgestaltung. Ferner wenden Sie im touristischen Unternehmensplanspiel bisher Gelerntes an: Hier arbeiten sie in Teams zusammen, treffen Entscheidungen und gehen mit den Konsequenzen um.


Während im zweiten und dritten Semester in den touristischen Lehrveranstaltungen die Quellmärkte und Zielgebiete im Vordergrund standen, richtet sich nun der Blick auf die Fragen: Wie kommt der Gast aus dem Quellmarkt ins Zielgebiet? Und wie bewegt er sich vor Ort? Die Mobilität in und zwischen Quellmärkten und Destinationen, sowie das Management von Verkehrsträgern sind überaus spannende und wichtige Themen. Überdies werden betriebsbezogene Aspekte ausgewählter Bereiche der Hospitality Industrie vertieft.


Die Theorie und Praxis der Interkulturellen Kompetenz wird im fünften Semester behandelt.


Auf dem Gebiet der Methoden werden Sie im Modul „Angewandtes Tourismusmanagement“ befähigt, das bereits erworbene theoretische Wissen der empirischen Wirtschafts- und Sozialforschung und der Unternehmensführung auf die Praxis anzuwenden und in Übungen zu vertiefen. Eine weiteres allgemeinwissenschaftliches Wahlpflichtfach der Fakultät Studium Generale ergänzt das Studienangebot im fünften Semester und ermöglicht Ihnen, Ihre Kenntnisse anderer wichtiger Disziplinen zu erweitern.


6. Semester


In den beiden letzten Semestern Ihres Studiums genießen Sie große Freiheiten bei der Auswahl Ihrer Lehrveranstaltungen:


  • So haben Sie die Möglichkeit, aus einem Katalog von Kompetenzfeldern zwei auszuwählen, von denen eines im 6., das andere im 7. Semester belegt wird. Ein Kompetenzfeld umfasst verschiedene, thematisch zusammenhängende Lehrveranstaltungen im Umfang von insgesamt sechs Semesterwochenstunden. Hier kommen neben dem seminaristischen Unterricht verstärkt Praxisbeispiele, Vorträge von Praktikern und Exkursionen zum Einsatz.
  • Daneben wählen Sie eine Fallstudie. Hier arbeiten Sie in einer kleinen Gruppe an einer konkreten Praxisfragestellung: Ob konzeptionelle Arbeiten an der Produktentwicklung oder Marketingstrategie touristischer Regionen: Fallstudien liefern nicht nur Ihnen tolle Praxiseinblicke, sondern auch wertvolle Beiträge für externe Partner. Diese haben bereits in zahlreichen Fällen die von der Hochschule München gelieferten Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen umgesetzt. Häufig beinhalten Fallstudien die Untersuchung einer Region hinsichtlich ihres touristischen Potentials und der Möglichkeiten ihrer Vermarktung. Dabei finden die Arbeiten nicht nur an der Hochschule selbst, sondern auch vor Ort statt. Andere Fallstudien widmen sich schwerpunktmäßig einer Aufgabenstellung eines bestimmten Unternehmens.
  • Auch in den zwei zu belegenden Seminaren stehen häufig konkrete Fragestellungen aus touristischen Unternehmen im Mittelpunkt. Durch die im Rahmen eines Seminars zu erstellenden Seminararbeiten gewinnen Sie wertvolle Erfahrungen im Anfertigen wissenschaftlicher Arbeiten, was Ihnen im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeiten im 7. Semester zugutekommt. Außerdem lernen Sie, Inhalte methodisch und didaktisch richtig zu präsentieren und wissenschaftliche Fragestellungen zu diskutieren.


Durch die Auswahl der Kompetenzfelder haben Sie die Möglichkeit, entweder gemäß ihrer persönlichen Neigung und Berufsziele eine gewisse Fokussierung zu erzielen (z.B. durch Studienschwerpunktbildung) oder alternativ auch ein von der Wirtschaft zunehmend nachgefragtes, generalistisch geprägtes Studienabschlussprofil anzustreben, das auch für einen darauffolgenden Master sinnvoll sein kann.


Ergänzt werden die frei wählbaren Lehrveranstaltungen des sechsten Semesters durch betriebswirtschaftliche Vertiefungsveranstaltungen in den Bereichen Finanzierung, Steuern, Marketing und Unternehmensführung.


7. Semester


Die Bachelorarbeit nimmt die Hälfte des siebten Studiensemesters ein. In Ihrer Abschlussarbeit bearbeiten Sie ein von Ihnen eingebrachtes oder von einem Dozenten vorgeschlagenes Thema.


Zum Abschluss des Studiums sollen Sie mit Ihrer Bachelorarbeit nachweisen, dass Sie selbstständig eine anwendungsrelevante Problemstellung innerhalb einer vorgegebenen Frist mit wissenschaftlichen Methoden bearbeiten können.


Besonders hohe Anwendungsrelevanz weisen Bachelorarbeiten auf, die in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen aus der Tourismusbranche erstellt werden. Gleiches gilt für Kooperationen mit den für die Tourismuswirtschaft bedeutsamen Institutionen aus Politik, Verbänden und Behörden.


Im begleitenden Bachelor-Kolloquium treffen Sie regelmäßig mit Ihrem Betreuer und weiteren Studierenden, die gerade ihre Arbeiten schreiben, zusammen. Im Bachelor-Kolloquium schildert jeder Studierende die bisherigen Arbeitsschritte, den aktuellen Status und die noch offenen Aspekte seiner Bachelorarbeit. Unter Leitung des betreuenden Professors dient diese Veranstaltung dem Austausch und der gegenseitigen Unterstützung der Studierenden, die zeitlich in aller Regel an verschiedenen Stadien der Themenbearbeitung stehen


Wie bereits geschildert, fällt auch das zweite zu belegende Kompetenzfeld in das 7. Semester.


Auch die praxisrelevante Theorie erfährt im 7. Semester eine Abrundung: Sie setzen sich mit rechtlichen und steuerlichen Aspekten der Existenzgründung auseinander, was nicht nur für diejenigen von Ihnen wichtig ist, die sich später einmal selbständig machen möchten. Im Bereich der Volkswirtschaftslehre werden Kenntnisse über grundlegende theoretische Zusammenhänge der internationalen Volkswirtschaftslehre, insbesondere der realen und monetären Außenwirtschaftstheorie vermittelt.


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