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Tourismus und Mobilität im ländlichen Raum

Das Kompetenzfeld
Das Kompetenzfeld "Mobilitäts- und Verkehrsträgermanagement" auf Exkursion.

[21|01|2015]

Am Fallbeispiel der ostfriesischen Insel Borkum untersuchte das Kompetenzfeld "Mobilitäts- und Verkehrsträgermanagement" Probleme und Lösungsansätze bei Anreise und Mobilität vor Ort.


Eine geringe Bevölkerungsdichte, heterogene Siedlungsstrukturen und daraus entstehende lange Wege für Arbeit, Ausbildung und Versorgung prägen vielerorts den ländlichen Raum. Zudem ist die demographische Entwicklung in ländlichen Räumen zunehmend deutlicher zu spüren als im städtischen Umfeld: Die steigende Lebenserwartung und geringe Geburtenzahl führt zu einer älter werdenden Gesellschaft und daraus resultierenden neuen Anforderungen an Wohnraum, Versorgungsdienstleistungen und Verkehrssystem. Diese generellen Tendenzen gelten auch für touristische Regionen, wobei sich hier durch deren Attraktivität weitere spezifische Vor- und Nachteile (z.B. höhere Auslastung von vorhandenen Infrastrukturen, erhöhter Zuzug, höhere Mieten).

Diese Probleme sind in touristischen Regionen wie z.B. auf den ostfriesischen Inseln sehr stark ausgeprägt. Die Insel Borkum als Teil des Nationalparks Wattenmeer illustriert mit ihren geographischen und infrastrukturellen Gegebenheiten die Probleme und Lösungsansätze bei Anreise und Mobilität vor Ort in ländlichen peripheren Regionen. Diese Themen wurden im Rahmen der Exkursion des Kompetenzfeldes "Mobilitäts- und Verkehrsträgermanagement" im Wintersemester 2014 / 2015 nach Borkum bearbeitet.

In der Lehrveranstaltung steht die Praxis der Verkehrsträger und des Mobilitätsmanagements in einer Destination im Vordergrund. Zentraler Bestandteil ist dabei eine Projektarbeit, die vor Ort vertieft wird. Im Rahmen der Projektarbeit werden die Themen in den Lehrveranstaltungen analysiert, vorbereitet und im Rahmen einer Exkursion besichtigt. Die Studierenden lernen, Probleme zu analysieren, zu bewerten, neue Lösungen zu entwickeln oder bestehende Konzepte zu verbessern. Für Borkum wurden diesmal die Themen ökologische Mobilität, autofreie Anreise, Fährverkehr, Warenverkehr, Verkehrsbeschränkungen, Radverkehr sowie Besucherlenkung und Barrierefreiheit bearbeitet.


Für die Unterstützung bei Vor- und Nachbereitung sowie vor Ort auf Borkum bedanken wir uns ganz herzlich bei Herrn Dr. Brons, AG Ems, und allen MitarbeiterInnen der AG Ems, bei Herrn Bakker und Herrn Albrecht von der Stadt Borkum, bei Herrn Kiel und Herrn Bunje, Nationalparkverwaltung, bei Herrn Thorenmeier, Leiter Nationalparkschiff Feuerschiff Borkumriff, bei Frau Klein, Seehotel Borkum, und allen MitarbeiterInnen sowie allen GesprächspartnerInnen vor Ort. Ohne ihre Hilfe und die interessanten Gespräche und Informationen vor Ort wäre diese Exkursion nicht so erfolgreich verlaufen.